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Unsere Arbeit

Hauptsache, wir haben Platz, und Sie haben einen Ball. Wir können aber auch Skifahren, turnen, rennen, skaten…

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Messestand für burgbad: Pull up – Pull down

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Messestand für burgbad: Pull up – Pull down

FAR.consulting konzipiert und realisiert minimalistischen Messestand für burgbad auf der imm cologne 2014 und thematisiert Stauraum-Konzepte mit einem Zitat von Weißkaue-Körben
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Foto: Constantin Meyer; burgbad

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Foto: Constantin Meyer; burgbad

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Foto: Constantin Meyer; burgbad

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Foto: Constantin Meyer; burgbad

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Foto: Constantin Meyer; burgbad

Eine Instal­la­ti­on hän­gen­der Stau­räu­me: Mit dem mini­ma­lis­ti­schen Mes­se­stand auf der imm colo­gne 2014 insze­niert burg­bad mit dem archai­schen Bild der Weiß­kaue-Kör­be den Stau­raum als The­ma von Möbel­de­sign insze­niert: Pull up – Pull down

Kör­be sind das wohl archaischs­te Behält­nis zum Ver­stau­en sei­ner sie­ben Sachen. Kör­be las­sen sich ein­fach her­stel­len und leicht tra­gen, gut sta­peln und gleich­zei­tig belüf­ten, wes­halb sie von jeher ger­ne zum Trans­port und Lagern von Lebens­mit­teln benutzt wur­den. Aber auch Klei­dung – fri­sche wie benutz­te Wäsche – ist in ihnen luf­tig und locker unter­ge­bracht. Nur eines sind sie nicht: dicht – und damit auch nicht wasserfest.

Um den Inhalt vor Räu­bern und Feuch­tig­keit in Sicher­heit zu brin­gen, hängt man sie am bes­ten in luf­ti­ge Höhe – in die Bäu­me, an Bal­ken oder auch ein­fach unter die Decke. Von dort müss­ten sie sich mit­tels Sei­len ein­fach hin­auf- und hin­un­ter­zie­hen las­sen. Hier sind sie aus dem Weg, wenn man sie nicht braucht, und nut­zen Platz, der sonst leer bliebe.

Die Her­stel­lung von Stau­raum ist eine der Kern­kom­pe­ten­zen von burg­bad. Doch mit dem Wan­del des Bade­zim­mers von einer mono­funk­tio­na­len Nass­zel­le zu einem viel­fäl­tig genutz­ten Wohn­raum will burg­bad auch die alt­her­ge­brach­te Defi­ni­ti­on von Stau­raum wei­ter­ent­wi­ckeln. Auf der Suche nach neu­en, unge­wöhn­li­chen For­men von Stau­raum stieß burg­bad in einem inter­nen Work­shop auf den frei hän­gen­den Korb als fle­xi­bles und deko­ra­ti­ves Möbel zur Auf­be­wah­rung von Tex­ti­li­en, Badu­ten­si­li­en und –Acces­soires.

Der vogel­kä­fig­ar­ti­ge Form eines metal­le­nen Korbs zitiert die Tra­di­ti­on der Weiß­kaue, einer frü­her im Berg­bau übli­chen Vari­an­te der Umklei­de: Die Kum­pel zogen hier ihre Klei­dung aus und häng­ten sie an den soge­nann­ten Pün­gel­ha­ken, der oft noch mit einem Korb ver­se­hen war; die­ser wur­de an einer Ket­te meh­re­re Meter bis unter die Decke gezo­gen; die Ket­te wur­de mit einem Schloss gesi­chert. Der Berg­mann ging nackt zur Schwarz­kaue, wo die Arbeits­klei­dung in der glei­chen Wei­se unter der Decke hän­gend auf­be­wahrt wur­de, und zog die­se über. Nach der Arbeits­schicht häng­te er in der Schwarz­kaue die ver­dreck­te Arbeits­klei­dung wie­der unter die Decke und ging nackt zu den Dusch­räu­men, von denen er sau­ber in die Weiß­kaue zurück­kehr­te, um dort die rela­tiv staub­frei auf­ge­häng­te und gelüf­te­te Pri­vat­klei­dung wie­der überzuziehen.

Die Instal­la­ti­on „Pull up – Pull down“ stellt die Aus­gangs­idee für ein Pro­dukt dar, das qua­si als Gegen­ent­wurf zum Spind kon­zi­piert ist. Zur Gewähr­leis­tung ihrer Funk­tio­na­li­tät müs­sen die Kör­be ein­fach zugäng­lich sein: Wäsche, Bad-Uten­si­li­en oder Hand­tü­cher wer­den in den Korb gelegt, der dann per umge­leg­ter Schnur unter der Decke sei­nen Platz fin­det. Dadurch kön­nen – etwa in einem grö­ße­ren Bade­zim­mer und in Alt­bau­ten mit hoher Decke – meh­re­re Kör­be in ver­schie­de­nen Höhen plat­ziert und unter­schied­lich bestückt wer­den. Ähn­lich wie in einer Kaue wer­den die Sei­le an einer Stel­le gebün­delt, von wo aus die Kör­be her­auf­ge­zo­gen bzw. her­ab­ge­las­sen wer­den kön­nen. Mit­tels ein­fa­cher Holz­ein­sät­ze kön­nen sie indi­vi­du­ell aus­ge­stat­tet bzw. unter­teilt wer­den; so ent­ste­hen klein­tei­li­ge, geschütz­te Fächer und offe­ne Räu­me für Tex­ti­li­en oder Wäsche. Rei­ne Abla­gen für Bad-Uten­si­li­en wer­den mit einer rutsch­hem­men­den Ober­flä­che aus­ge­stat­tet, um den Inhalt beim Auf- und Ablas­sen des Korbs im Gleich­ge­wicht zu halten.

Burg­bad hängt die Metall­kör­be an die Decke wie in den Baum gehäng­te Nes­ter. Sie sind funk­tio­na­les Möbel und Kunst­ob­jekt in einem – unge­wöhn­lich und inno­va­tiv, schön und dabei durch­aus prak­tisch. Das Reiz­vol­le an die­ser Idee ist, dass die Lösung so sim­pel scheint. Gleich­wohl ver­än­dert Pull-up die Wahr­neh­mung des Raums nach­hal­tig und stellt dabei unse­re Vor­stel­lung vom Bad­mö­bel zur Dis­kus­si­on. Denn die Effi­zi­enz von Pull-up liegt weni­ger in der beque­men als in der bewuss­ten Nut­zung des (Stau-)Raums, aber auch in der Siche­rung (etwa vor Kin­der­hän­den) und einer fast ritu­el­len Hand­ha­bung von Behält­nis und Inhalt.

Pull-up ist kein Kon­zept für jedes Bad, aber es steht für eine uni­ver­sell ein­setz­ba­re Lösung für das Stau­raum-Pro­blem in tra­di­tio­nell eng bemes­se­nen Bädern und ange­glie­der­ten Wohn­be­rei­chen. Pull-up soll die Fan­ta­sie frei­set­zen für Bäder, die mehr sind als ein Raum zum Waschen. Sie sind Umklei­de und Schrank, Ent­span­nungs- und Rei­ni­gungs­raum in einem, und mit „Pull up – Pull down“ zeigt burg­bad, dass sie auch Gale­rie, Win­ter­gar­ten und Schatz­kam­mer sein kön­nen. Räu­me der Verwandlung.

Themen
Event, PR
Jahr
2014
Messe
imm cologne 2014
Kunde
burgbad AG